Deutscher Boxer im Hundesport
 
Plauschtraining mit Power und Herz


Berichte

Gedanken zum Training

Ein bisschen aufgeregt und neugierig bin ich schon. Wie wird wohl das erste Training im Boxerclub OG Aarau sein? Welche Menschen und Boxer werden meine zwei Boxer-Mädels und ich kennenlernen? Wir begegnen einem bunten Blumenstrauss an Menschen, die alle eine Sache gemeinsam haben: Die Liebe zum Boxer. Gross und klein, alt und jung, alle sind vertreten auf dem Platz.
Und dann beginnt schon die erste Übung. Wir stehen im Kreis mit den Hunden, in der Mitte steht der Übungsleiter mit einem Napf. Der erste Boxer bekommt den Befehl «nimms», rennt los, schnappt sich das Läckeli aus dem Napf, hört das Kommando «Hier» und springt freudig zurück zu seinem Menschen. So kommt ein Mensch-Boxer-Team nach dem anderen dran und während ein Team die Übung macht, warten die anderen geduldig und gelassen.
Dann folgt eine Gehorsamsübung. Der Boxer läuft im Fuss neben seinem Menschen, es gibt zwischendurch Kommandos wie Sitz, Platz oder Steh und auch Richtungswechsel und Drehungen. Und prompt werde ich etwas unwirsch korrigiert vom Übungsleiter. «Wenn du in diesem Tempo die Richtung wechselst und eine Drehung wie eine Ballerina machst, wie soll denn dein Mausi da hinterher kommen?» «Oha!» denk ich mir. «ein strenger Ton hier auf dem Platz.» Aber ich behalte meine Gedanken erstmal für mich. Der Übungsleiter zeigt mir, wie ich laufen und mich drehen muss. Ich lerne langsam auf der Stelle zu laufen und langsam laufend mich zu drehen und auf mein Boxermädchen zu achten. Dann wird das Tempo erhöht. Energievoll, klar und beschwingt. Der Übungsleiter trällert dazu im Militärrhythmus das Liedchen: «Das Wandern ist des Müllers Lust.» Das hätte ich nicht erwartet, dass ich nach über vierzig Jahren auf dieser Welt mal gezeigt bekomme, wie ich zu laufen habe. Aber es klappt, meine Boxermädchen danken es mir, indem sie fröhlich und konzentriert im Takt mit mir laufen – egal ob in Gehorsamsübungen oder den darauf folgenden Spass-Parcours, bei denen sie auf Leitern laufen, über Hürden springen und durch Tunnel flitzen.
Was mir schnell positiv bei diesem ersten Training auffällt und was sich in den weiteren Trainings bestätigt, ist, dass die «Korrekturen» an uns Menschen erfolgen. Die Boxer sind gut, so wie sie sind und dürfen ihre Individualität behalten. In 99% der Fälle ist es sowieso der Mensch, der in einer Art handelt, dass der Boxer einfach nur darauf reagiert. Wie ich mit meinem komischen Gangbild. Aber das habe ich nach einem Jahr im Training ganz gut im Griff. Und so vieles mehr konnte ich lernen, dass unsere Mensch-Boxer-Beziehung gestärkt hat.
Manchmal machen wir Übungen, bei denen ich vorher denke: «Das klappt mit meinen Mädels nicht, das ist zu schwer oder zu kompliziert.» Aber ich vertraue. Ich vertraue dem Übungsleiter und meinen Boxermädchen und werde regelmässig überrascht und belohnt.
Und was ist, wenn es dann doch mal nicht klappt? Wenn der Boxer in seiner Boxermanier mal beschliesst, was anders zu machen und seinen eigenen Weg ausprobiert?
Das ist mit das Schönste auf dem Platz. Alle lachen gemeinsam. Es liegt Leichtigkeit in der Luft. Jeder Boxer darf sich in seinem Wesen zeigen. Es gibt keinen Zwang, keinen Druck. Weder Boxer noch Mensch müssen irgendwas...
Für mich war es wichtig, dass ich mit meinen Boxermädchen einen Ort finde, an dem wir mit guter Stimmung Erfahrungen und Übungen machen, die uns als Mensch-Boxer-Team noch mehr zusammenschweissen. Einen Ort, der uns Erlebnisse ermöglicht, uns aufeinander zu verlassen und zu vertrauen und uns so in unserer Beziehung weiter wachsen lässt. Diesen Ort habe ich im Boxerclub OG Aarau gefunden. Denn wenn wir Menschen bereit sind, Zeit in eine gute, starke, liebe- und vertrauensvolle Beziehung zu unseren Boxern zu investieren, kann das Mensch-Boxer-Team in allen Situationen bestehen – unsere Boxer danken es uns tausendfach.

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Erfolgreiches Plauschrennen mit Hindernissen
12.10.2025 08.00 Uhr es ist noch etwas kühl - es ist ja Herbst - die HelferInnen treffen ein, noch ein heisser Kaffee, ein "Schwatz" und los geht es mit dem Aufbau für den heutigen Anlass.
Wieviele werden kommen? Haben wir genug Parkplätze? Haben wir an alles gedacht? Haben wir genug Getränke/Verpflegung? Fragen über Fragen, denn es gab keine Anmeldung, es kommt wer kommen möchte. Also eine logistische Herausforderung für die Organisatoren.
09.00 Uhr Wir sind bereit und schon kommen die ersten Teilnehmer, sogar aus dem Bündnerland.
Ja,  wir haben die Werbetrommel aktiviert, nicht nur im FB, HP auch persönlich auf den Hundespaziergängen hat Willy die Flyers verteilt, Priska in verschiedenen Geschäften den Flyer ans schwarze Brett gehängt. Es hat sich gelohnt:
53 Startnummern wurden gelöst, insgesamt 127 Läufe in den Kategorien "Sport", "Welpen" und "Senioren"
Die Hundesportlerinnen und auch Jugendliche haben es wissen wollen, wie schnell ihre Vierbeiner sind, doch es ging ja nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Koordination/Balance etwas Gehorsam und TEAMWORK.
Zuerst ein kurzen "Sprint" Abruf und ins Sitz, eine Slalom-Übung, dann auf die Wippe, Sitz auf der Wippe, eine "Acht"-Laufen zwischen Pylonen, Sprünge, "Longieren" ohne dass die "Guddelis" gefressen werden, ansonsten gibt es 5 Strafsekunden, am Schluss noch durch den Tunnel und auf den Tisch.
Die Ergebnisse wurde erfasst und um ca. 15.30 Uhr konnte wir die Gewinner der 3 Kategorien bekanntgeben.
Nebst der Hauptattraktion gab es noch die Fotobox. Michaela hat der Jahreszeit entsprechend die Box dekoriert und jede/jeder der ein Andenken an diesen Tag wollte, konnte sein Vierbeiner in Pose stellen.
Madlen hat einmal Mehr die beliebten 5liber-Päckli zusammengestellt, 150 Päckli hat sie zusammengetragen, neutral verpackt und an Mann/Frau gebracht, in einem der 5liber Päckli gab es sogar 5gramm Gold - was für ein Preis, doch es gab auch Staubsauger, Kaffeemaschinen, Massagegeräte und vielen mehr.
Der Anlass war ein Erfolg und ja, man kann immer etwas verbessern oder anderst machen.
Ein Vergleich zum Vorjahr "Klassisches Hunderennen mit elektr. Zeitmessung und Videoübertragung" haben wir 25% mehr Läufe verzeichnet und es ist sicherlich attraktiver für die Zuschauer geworden.
Leider gibt es nur wenige Fotos, an das haben wir nicht gedacht - wird nächstes Jahr berücksichtigt - also Freiwillige vor.